AEROSUISSE zu neuer VFAL: gut und praxisorientiert

Nach eineinhalb Jahren Revisionsarbeit wird nun die neue Verordnung über die Finanzhilfen für Ausbildungen im Bereich der Luftfahrt (VFAL) am 1. Januar 2019 eingeführt. 

Dies, nachdem die Kommission für Bildung, Forschung und Innovation (K-BFI) der AEROSUISSE stark auf eine neue Regelung gedrängt hat. Die bisherige Regelung war teils unklar in der Auslegung und hatte auch Forderungen, wie zum Beispiel eine Anstellungsverpflichtung von fünf Jahren nach der Ausbildung, die nicht praxistauglich waren. Die neue Verordnung ist transparenter, klarer und hat diverse Unsicherheiten eliminiert. Zudem wird die Finanzhilfe zwischen Schweizern und ausländischen Aspiranten differenziert (50 Prozent für Schweizer, 30 Prozent für Ausländer). Dies entkräftet nunmehr etliche, politische Diskussionen zu diesem Thema.

Im Sinne der Nachwuchsförderung und zur Gewinnung von mehr Piloten-Kandidaten hätte die AEROSUISSE einen Beitrag von 60 Prozent und eine Akzeptanz von 130’000 Franken für Ausbildungskosten (effektiv sind es jetzt 120’000) stark begrüsst. Hingegen muss man erwähnen, dass bei den Fluglehrern die Bedingungen verbessert wurden. So wird neu auch die CRI-Ausbildung unterstützt und die Restriktion um alle Fluglehrer wird mit dem neuen «Beschäftigungsnachweis» anstelle einer Anstellung entschärft. Im weiteren sieht die Regulation in Zukunft auch eine Unterstützung für Techniker (Luftfahrzeug-Instandhaltungspersonal) mit Ausweis «A» und für solche mit nationalen Ausweisen vor. Grundsätzlich kann man sagen, dass die neue Verordnung eine breite Akzeptanz findet und als «gut und praxisorientiert» zu bezeichnen ist. Die AEROSUISSE rechnet damit, dass die neue Verordnung dank weniger Restriktionen mehr jungen Leuten Unterstützung bietet.     

Peter Wild, Präsident K-BFI, AEROSUISSE

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